LOTO (Lockout-Tagout)
LOTO (Lockout-Tagout)

Aus Fehlern der Vergangenheit lernen. Eine Häufige Ursachen von tödlichen oder schweren Arbeitsunfällen liegt darin, dass aus Versehen eine Maschine in Betrieb genommen wird, obwohl zu der Zeit noch Wartungs- oder Instandhaltungsarbeiten an dieser durchgeführt werden. Um das unbeabsichtigte Starten zu verhindern, gibt es den aus Nordamerika stammenden Standard „Lockout-Tagout“ (LOTO). Hierbei werden elektrische Schalter, Kugelhähne, Ventile, etc. mit speziellen LOTO-Hilfsmitteln versehen, welche das Bewegen eines Bedienelementes verhindern. Um das unbefugte Entfernen des Hilfsmittels zu verhindern, bringt jeder der an den Arbeiten Beteilige ein persönliches Vorhängeschloss an, zu dem keine zweite Person einen Schlüssel hat. Sobald die Arbeiten beendet sind und die Maschine wieder in Betrieb genommen werden darf, werden die angebrachten Vorhängeschlösser wieder entfernt.

LOTO schützt die Arbeiter aber nicht nur während der Arbeiten, sondern auch schon vor deren Beginn. Denn auf einem jeder Maschine zugeordnetem Dokument sind alle von der Maschine ausgehenden Gefahren aufgelistet. Diese können u. a. elektrischer, pneumatischer, hydraulischer, thermischer und chemischer Natur sein. Zudem sind alle notwendigen Schritte aufgezeigt, die notwendig sind, um die Maschine sicher außer Betrieb zu nehmen. Wir empfehlen zudem die Kennzeichnung der einzelnen Lockout-Punkte, um bei komplexen Anlagen mit vielen Kugelhähnen und Ventilen schnell den richtigen zu finden.

Des Weiteren ist auch wichtig, dass man die Maschine nach Außerbetriebsetzung versucht zu starten, das sogenannte Tryout. Waren die LOTO Maßnahmen erfolgreich, dann darf die Maschine keinerlei Aktivitäten zeigen.

Sollten Sie Fragen zu LOTO haben oder Unterstützung benötigen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf, wir beraten Sie sehr gerne.

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Stolpersteine bei der Beschaffung von Maschinen zur Medizinprodukteherstellung – Lastenheft vs. Gemeinschaftliches Requirement Engineering 

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