Neue EU-Maschinenverordnung sorgt für unterschiedliche Anforderungen im Vereinigten Königreich
Im Zuge des Brexit hat Nordirland im Verhältnis zur Europäischen Union eine Sonderstellung erhalten. Um eine harte Grenze zwischen Nordirland und dem EU-Mitgliedstaat Irland zu vermeiden, gelten dort weiterhin bestimmte europäische Produktvorschriften.Für Maschinenhersteller und Importeure wird dies mit der Anwendung der neuen EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 ab dem 20.01.2027 besonders relevant. Die britische Regierung hat hierzu einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Anwendung und Durchsetzung der EU-Maschinenverordnung in Nordirland sicherstellen soll.
Nordirland übernimmt die EU-Maschinenverordnung ab 2027
Während Nordirland damit künftig unmittelbar dem Rechtsrahmen der EU-Maschinenverordnung unterliegt, bleiben für Großbritannien (England, Schottland und Wales) zunächst weiterhin die Supply of Machinery (Safety) Regulations 2008 maßgeblich.
Großbritannien verfolgt vorerst einen eigenen Rechtsrahmen
Gleichzeitig hat die britische Regierung deutlich gemacht, dass sie die eigenen Vorschriften künftig weiterentwickeln und dabei einzelne Elemente der EU-Maschinenverordnung übernehmen könnte.
Mögliche Auswirkungen für Hersteller und Importeure
Für europäische Maschinenhersteller könnte dies künftig zusätzlichen Aufwand bedeuten. Sollten sich die Anforderungen in der EU und in Großbritannien auseinanderentwickeln, müssten Konformitätsbewertungen und technische Dokumentationen möglicherweise für unterschiedliche Märkte getrennt betrachtet werden.
Das Wichtigste auf einen Blick
Kurz zusammengefasst: Ab dem 20.01.2027 soll in Nordirland die EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 gelten. In Großbritannien bleiben zunächst die Supply of Machinery (Safety) Regulations 2008 maßgeblich.